Dienstag, 13. Oktober 2015

Die liebe Trotzphase - Wenn Kinder ihren eigenen Willen entdecken

Hallöchen ihr Lieben,

heute habe ich mir mal ein sehr sensibles 
Thema vorgenommen; die Trotzphase.

Viele von euch werden sie kennen, viele von 
euch werden sie noch kennen lernen ;-)

Die Trotzphase beginnt so ab 1 1/2 Jahren,
wenn die Kinder ihren eigenen Willen entdecken.

Wir stecken gerade mit dem Minimann mittendrin,
es ist aber schon viel besser geworden, seit er
in den Kindergarten geht. 

***


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Wenn Kinder ihren eigenen Willen entdecken, kann
es für uns Eltern sehr anstrengend und nervenaufreibend
werden. Dennoch ist die Trotzphase eine ganz normale
Entwicklung, die jedes Kind durchmacht und auch für
die spätere Persönlichkeit ganz wichtig ist.

Die erste Trotzphase beim Elfenkind fand ich 
mega anstrengend. Sie wollte auf einmal alles
alleine machen, nicht mehr schlafen, hat nur
geschrien, hat sich, wie in einem schlechten Film,
im Supermarkt auf den Boden geschmissen...
Die Erinnerung daran ist wirklich nicht sehr schön,
ABER wir haben es geschafft :-)

Wobei ich auch dazu sagen muss, beim Elfenkind
war diese Phase wirklich schlimmer als beim
Minimann. Aber der Minimann war auch als
Baby schon viel entspannter als das Elfenkind.

Mittlerweile bin ich auch ein bisschen
entspannter und lasse ihn einfach viele Dinge
alleine machen. Wenn er sich die Schuhe selbst
anziehen will, dann bitte, dauert halt was länger,
aber er hat das Gefühl es alleine geschafft zu haben
und ist glücklich. Natürlich lasse ich ihm nicht alles
durchgehen, wenn er abends schlafen soll, dann
kann ich schon konsequent sein. Jedes mal, wenn 
seine Tür wieder aufgeht, bringe ich ihn zurück ins
Bett. Das kann schon mal so zehn bis zwölf mal sein
am Abend. Das ist anstrengend, aber ich habe gelernt,
dass man mit der eigenen Denkweise um einiges 
entspannter wird. 

So habe ich mich damals tierisch aufgeregt, wenn das Elfenkind um vier Uhr nachts wach war und nicht schlafen,
sondern spielen wollte. Hundertmal habe ich zurück ins Bett gelegt, bin um die hundertmal wieder aufgestanden,
habe mit einem forschen Ton auf sie eingeredet, habe alles versucht, um sie wieder hinzulegen. Irgendwann hat es dann Klick gemacht und ich habe mir gedacht: "Ok, dann bist du jetzt halt wach", habe mich in ihr Zimmer gelegt und sie einfach machen lassen. Das war so für uns beide viel entspannter und siehe da, nach zwei Nächten war das Thema erledigt und sie hat wieder normal geschlafen.

***

Ich glaube, unsere Gelassenheit wirkt sich positiv
auf die Kinder aus. Ruhig mit ihnen reden, sie auch mal 
selbst machen lassen, einfach so entspannt wie möglich
durch dieses Phase. Denn es ist tatsächlich "nur" eine
Phase. Das geht vorbei und zwar schneller als man denkt.

Die Kleinen müssen erst lernen mit ihren Gefühlen
umzugehen. Sie kennen es noch vom Babyalter, dass
Schreien ihre Bedürfnisse erfüllt, deshalb kommt es
immer wieder vor, dass Wut und Frust mit Schreien
ausgelassen werden. So schaukelt sich das Ganze hoch
und es kann schon mal ein richtiger Trotzanfall daraus
entstehen. Dann wird mit Füßen gestampft, der Tisch
wird abgeräumt, Sachen fliegen durch die Gegend,
es wird getreten und gehauen und und und...

Auch beim Essen möchten die Kleinen auf
einmal ihren eigenen Willen durchsetzen...


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***

Meistens hört die Trotzphase dann im 
Kindergartenalter wieder auf.

Es gibt leider kein Patentrezept, denn jedes
Kind und jeder Elternteil ist anders. Es gibt
nur ein paar kleine Tipps und Tricks, die die
Trotzphase ein bisschen erleichtern.

Bei Treten und Hauen klar sagen, dass das
nicht geht und das man nicht hauen/treten darf.
Da helfen nur klare Worte!

Bei einem Wutanfall, Ruhe bewahren und abwarten
Klingt einfach, ist es aber nicht. Am liebsten möchte
man selbst laut los schreien, das bewirkt allerdings
genau das Gegenteil. Zur Not mal für ein paar Minuten
aus dem Raum rausgehen und tief durchatmen.

Man muss einfach für das Kind da sein und 
diese Phase gemeinsam durchstehen.

Es gibt auch schöne Bücher zu dem 
Thema. Eins davon ist dieses hier:

Der Dachs hat heute schlechte Laune

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Das Buch habe ich dem Elfenkind damals besorgt
und es ihr oft vorgelesen. Ich zeige es euch morgen
genauer, denn ist es das Lieblingsbuch der Woche.
Es gibt natürlich noch ganz viele andere Bücher 
in dieser Richtung und zu diesem Thema. Ein paar 
habe ich bestellt und zeige sie 
euch gerne, wenn sie da sind :-)

Das waren so meine Erfahrungen zum Thema
Trotzphase und Wutanfälle...


***

Ich würde nun wirklich gerne wissen, 
wie das bei euch ist?

Wer steckt gerade in der Trotzphase?

Habt ihr noch Tipps und Tricks?

Eure Nina
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